der insasse


Endlich ein neues Buch von Sebastian Fitzek! Kaum war Der Insasse draußen, hatte ich es schon in meinen Händen. Diesmal beginnt diese Rezension weder mit einem Zitat oder Ausschnitt aus dem Buch, denn selbst das würde schon zu viel verraten. Für meinen Teil kann ich nur sagen, es war das krankeste, gruseligste und erschreckendste Buch was ich je gelesen habe. Was anderes habe ich auch ehrlich gesagt nicht von Sebastian Fitzek erwartet! Doch eins nach dem anderen, worum handelt es überhaupt?

Ein Kinderschänder treibt in Berlin sein Unwesen. Kinder verschwinden spurlos und auch dem kleinen Sohn von Till Berkhoff, Max, ergeht es so. Alles deutet daraufhin, dass der Kinderschänder mit dem Verschwinden von Max zu tun hat. Dieser wurde längst gefasst und in den Hochsicherheitstrakt einer psychiatrischen Anstalt in Berlin gebracht, wo die schwersten Fälle behandelt werden. Doch das Seltsame ist, dass die Leiche vom kleinen Max nie gefunden worden ist und keiner so richtig weis, was mit ihm genau geschehen ist. Diese Ungewissheit und Verzweiflung quälen Till Berkhoff und er sieht in dieser Situation nur eine Lösung: er muss zu dem Kinderschänder gelangen und in Erfahrung bringen, was mit Max passiert ist. Doch diese Lösung hat einen hohen Preis. Till muss selbst zum Insasse der psychiatrischen Anstalt werden. Mit Hilfe eines Freundes nimmt er eine falsche Identität an und gelangt in die Anstalt. Doch was er da erleben muss, raubt ihm fast selber den Verstand.

Wow! Einmal tief ein und ausatmen, denn dieser Psychothriller ist nichts für schwache Nerven. Sebastian Fitzek beweist mal wieder mit seinem Talent, wie großartig er mit den Gedanken, Gefühlen und Emotionen seiner Leser umgehen und sie beeinflussen kann. Es ist ja bekannt das Fitzek in seinen neueren Büchern, mehr mit der Psyche der Leser spielt. Er hat mich komplett in die Irre geführt mit der Geschichte und ich war mir ziemlich sicher wie das Buch ausgehen soll, womit ich mich ziemlich getäuscht habe. Das Ende ist definitiv nicht vorherzusehen. Ich möchte gar nicht so viel über den Inhalt verraten oder wann und wie es Wendungen in dem Buch gibt, denn selbst das ist schon zu viel gesagt. Ein Fitzek-Buch sollte man selbst erlebt haben, um nachzuvollziehen, wieso er die Leute in seinen Bann ziehen kann.

 

Dennoch sei gesagt, dass dieses Buch süchtig macht. Fitzek beschreibt so realistisch, authentisch und detailliert Klinikvorgänge und Untersuchungen, das man denkt man wäre selber ein Insasse. Der Leser merkt, dass Fitzek weis worüber er schreibt und sich vorher ziemlich gut informiert haben muss. Es wäre nicht untertrieben zu sagen, das ich sehr mit den Figuren in dem Buch mitfühlen und mitleiden konnte. Es war immer ein hin und her, wen ich als Leser von den Charakteren am meisten vertraute, wer ein falsches Spiel spielte oder von wem ich dann wieder überrascht worden bin.

 

Sebastian Fitzek hat es mal wieder geschafft mit dem Leser zu spielen und ihn ans Buch zu fesseln. Verschiedene Handlungen laufen später ineinander zusammen, und seine Cliffhanger nach jedem Kapitel, zwingen den Leser das Buch nicht aus der Hand zu legen.

 

Sebastian Fitzek ist ein Meister des Spiels mit den Gedanken, sodass man aufpassen muss, dass man am Ende nicht selber den Verstand verliert.

One Comment

  • Steffen

    Ich liebe die Schreibweise von Sebastian Fitzek.
    Auch dieses Buch ist in meinen Augen wieder ein Meisterwerk. Die Schreibweise baut sofort Spannung auf und man möchte von der ersten Seite an wissen, wie es weiter geht.
    Ich bin begeistert und spreche hiermit eine definitive Lese-Empfehlung aus!

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