gedanken über nachhaltigkeit

Wir alle wollen etwas Gutes für unseren Planeten tun. Weniger Plastik konsumieren, keine tierischen Produkte verzehren, große weltbeherrschende Konzerne vermeiden, keine schnelllebige Mode einkaufen und mit Minimalismus zu einem achtsameren Leben finden.

Ich möchte in diesem Beitrag meine Gedanken und Fragen loswerden, die mich selber beschäftigen. Eine Sammlung von Dingen die mir durch den Kopf schwirren, je mehr ich damit in Kontakt komme. Dies ist kein Appell oder eine sektenartige Belehrung. Oder ein Besser-Wisser-Beitrag. Ich beschreibe mich keinesfalls als Profi oder Kenner in diesen Gebieten. Es ist für mich ein langsames herantasten. Ich sehe andere Menschen, die diese Themen leben, als Vorbild, und lasse mich von ihren Ideen, die Welt ein Stückchen besser zu machen, inspirieren.

Zur Zeit sind diese Themen viel näher an mich herangetreten. Ich denke vielen geht es wie mir: uns ist bewusst das die Welt um uns herum zugrunde geht. Doch wenn wir es nicht mit eigenen Augen sehen, fühlen und wahrnehmen, dann ist es doch etwas anderes, als wie die Nachrichten im Fernsehen. Unsere Medien strengen sich an, aber irgendwie dringt es nicht zu 100% bei mir durch. Wie schlimm alles ist. Wie erschreckend alles ist. Mir wurden sehr gute Dokumentationen gezeigt, ich habe viele Beiträge gelesen und mich intensiver mit den Themen auseinander gesetzt. Und nach und nach sickert es bei mir durch, was für einen Ausmaß unser tägliches Verhalten für den Planeten hat.

Ich möchte etwas ändern. Raus aus meiner Bequemlichkeit des Konsums, hin zu einem nachhaltigeren Leben. Und mit dem ganzen neuen Wissen was ich habe, am liebsten von null auf hundert. Doch das geht meistens schief und man landet nur in einer Demotivations-Schleife. Also Stück für Stück. Kleine Schritte in die richtige Richtung. Doch mit was anfangen? Das war die Frage die an mir am meisten nagt. Welche Themen sind für mich am wichtigsten und einfachsten im stressigen Alltag umzusetzen?

Es ist leichter als wir denken. Sobald wir einen Schritt aus unserer Komfortzone machen, uns nicht von Marketingstrategien und tollen Instagram Posts beeinflussen lassen können wir unser Denken in eine positive Richtung beeinflussen. Besonders was das Thema Konsum angeht, egal ob Lebensmittel, Kosmetik oder auch Klamotten. Früher habe ich gerne Dinge ohne Grund eingekauft. Hier und da ist eine neue Body Lotion, ein Top was im Sale war oder Billigschmuck von H&M in meinem Einkaufskorb gelandet. Viel zu schnell war für wenig Geld zu viel ausgegeben. Ohne wirklich einen Grund zu haben diese Dinge zu brauchen.

Ich habe das Gefühl in unserer Gesellschaft hat der Shopping-Wahn Überhand genommen. Es ist zu einem Ritual geworden, eine Art Belohnung. Ich habe mir das Ziel gesetzt eine Capsuled Wardrobe einzuführen, nur Dinge zu kaufen wenn ich sie dringend benötige oder andere kaputt gegangen sind. Meine Klamotten möchte ich gerne Second Hand kaufen.

Was ist der Preis den wir für unseren Luxuskonsum zahlen? Sind wir mit dem Thema Nachhaltigkeit überfordert?

Viele kriegen schon Pusteln sobald man sie mit Nachhaltigkeit „konfrontiert“. Was bringt es, als Einzelner darauf zu achten, wenn alle anderen das nicht tun? Woher soll ich wissen woher meine Lebensmittel herkommen, wenn die Hersteller es nicht kennzeichnen? Wo tut es der Welt denn weh wenn ich doch mein Steak esse? Die Politik ist hier eindeutig in der Macht etwas zu ändern. Sie können Gesetze erlassen, Konzerne abmahnen, für faire Handelsketten sorgen und das Verpackungsproblem angehen. Wie soll ich mich auch richtig entscheiden, wenn ich vor dem Supermarktregal die Wahl zwischen „Schlecht und Schlechter habe?“. Es wird aber nur wenig getan. Oder eben gar nichts.

Ich habe mir viel vorgenommen. Viele kleine Dinge die ich nach und nach ändern möchte. Klar, nicht von Anfang an perfekt. Ich will auch niemanden predigen oder beschuldigen, wenn er doch die Paprika im Plastikbeutel kauft. Denn das stößt meist nur auf Kleinkrieg. Ich tue es für mich und für den Planeten. Es vorleben anstatt vorzutragen. Zu inspirieren und selber zu einem Vorbild werden.

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